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Studiengänge

Politikwissenschaft in Bielefeld


Nickname: efa
Bundesland: Nordrhein-Westfalen Stadt: Bielefeld
Hochschule: Universität Bielefeld
Bezeichnung des Studienganges: Politikwissenschaft
Semester: 2
Abschluss: Bachelor
Allgemeine Bewertung des Studiums: Gut
Allgemeine Bewertung der Hochschule: Ausgezeichnet
Bewertung des Umfelds:

Alles, was die Organisation des Studiums betrifft, ist in Bielefeld optimal gelöst. Das ekvv zur Semesterplanung, das stud.ip als Austauschplattform (vorrangig für Texte, Audiomitschnitte, sonstige Medien), die freundlichen und kompetenten Mitarbeiter der verschiedenen Verwaltungsbereiche. Besonders positiv fällt außerdem die räumliche Kompaktheit der Uni auf, d.h. alles (wirklich ALLES) befindet sich unter einem Dach und in der großen Halle, der Cafeteria, der Mensa, der Poolbar oder den Imbissen trifft man ständig bekannte Kommilitonen. Perfekt ist auch die Verkehrsanbindung mit massig kostenlosen, überdachten Parkhäusern an der Uni und einem überdachten Weg von Straßenbahn-Haltestelle bis zum Uni-Haupteingang.


Bewertung der Stadt:

Die Mieten befinden sich geschätzt im mittleren Bereich; v.a. das Studentenwerk bietet extrem günstige Zimmer an.
Da Bielefeld vom Studenten/Sonstige Einwohner-Verhältnis her keine Studentenstadt ist, ist das Nachtleben auch weniger ausgeprägt als anderswo. Empfehlenswerte Locations: Rock Cafe, Irish Pub am Rathaus (noch), Stereo. Zu empfehlen sind v.a. auch die häufigen Audimin-Partys der Fachschaften (min. 1x pro Monat in der Uni).
Ansonsten ist Bielefeld sehr grün und eine attraktive Mischung aus Klein- und Großstadt, das erleichtert sicher dem ein oder anderen Landei (wie mir) den Übergang zum Stadtleben ;)
Zu empfehlen sind der Weihnachtsmarkt (klein aber sehr gemütlich), die verschiedenen Parks und der Teutoburger Wald.


Beschreibung:

Das Studium selbst kann hier betrachtet werden: http://www.zfl.uni-bielefeld.de/studium/bachelor/politikwissenschaft/netzplan-kf

Es empfiehlt sich, vor der Entscheidung über den Studienort die Modulbeschreibungen durchzulesen. Für Bielefeld erkennt man da z.B. den im Vergleich sehr hohen Anteil soziologischer Perspektiven auf das politische System. Das lässt sich vermutlich darauf zurückführen, dass die Reformuni Bielefeld einen Soziologen als Gründervater hat und die deutschlandweit einzige soziologischen Fakultät besitzt.
Dass diese Feststellung eine gewisse Relevanz besitzt, zeigt sich an dem häufigen Gemecker über die vielen soziologischen oder Soziologie-nahen Veranstaltungen unter den PoWi-Studenten.

Wer aber das politische System zusätzlich zu eher traditionellen, anglo-amerikanisch/westatlantischen Betrachtungsweisen gerne aus Niklas Luhmanns Perspektive betrachten möchte, ist in Bielefeld genau richtig. Andersherum gilt aber natürlich auch: wer sich stärker für Internationale Beziehungen oder Wirtschaftspolitik interessiert, sollte besser eine andere Uni wählen.

Das zum Inhalt des Studiums. In welchem Licht erscheinen aber organisatorische und strukturelle Aspekte? Soviel sei vorweggenommen: exzellent.
Vor Semesterbeginn werden die belegbaren Veranstaltungen ins elektronisch kommentierten Vorlesungsverzeichnis (ekvv -> ekvv.uni-bielefeld.de/kvv_publ) eingestellt. Mithilfe von Netzplan und Modulhandbuch (http://www.zfl.uni-bielefeld.de/studium/bachelor/politikwissenschaft) erstellt man sich nun im ekvv einen Stundenplan. --> Sehr simpel und praktisch.
Während des Studiums werden Texte, Vorlesungsfolien etc. im stud.ip (https://elearning.uni-bielefeld.de/studip/index.php) zur Verfügung gestellt.
Zusätzlich erhält man einen Rechenzentrums-Account, mit dem man z.B. verschiedene PC-Pools (u.a. direkt in der Bibliothek) benutzen kann, seine @uni-bielefeld.de-Adresse nutzt und seinen Leistungsblatt (Transcript) einsehen kann.

Besonders hervorheben möchte ich außerdem die großartige Bibliothek, mit ihrem großen und breit gefächerten Literaturbestand, der leistungsstarken Online-Katalogssuche und den Öffnungszeiten unter der Woche von 8:00-1:00 und am Wochendende von 09:00-11:00. Dort finden sich zusätzlich viele Arbeitsplätze und Leseecken.

Die Menge an Prüfungen und Einzelleistungen ist (im Vergleich mit anderen Politikstudenten, die ich kenne) unterdurchschnittlich. So kann man sich gut auf die einzelnen Prüfungen vorbereiten, wenn man die entsprechende Selbstdiziplin an den Tag legen kann ;).

Beliebte Nebenfächer sind: Sozialwissenschaften, Geschichte, Wirtschaftswissenschaften (viele Abbrecher) und Soziologie.

Nötige Voraussetzungen sind selbstredend großes Interesse an Tagespolitik, der Wille sich durch teilweise trockene und hoch-präzise Texte zu kämpfen und Durchhaltevermögen, was die stupide Auswendiglernerei in den meisten Einführungsveranstaltungen betrifft.

Alles in allem bin ich zufrieden mit meinem Studium. Der hohe Anteil Soziologie nervt gelegentlich, aber bringt einem häufiger interessante Perspektivwechsel.


Dein Tipp für Anfänger:

zu den jeweils ersten Terminen der Veranstaltungen gut vorbereitet sein (d.h. Stundenplan mitbringen, Informationen über zu erbringende Leistungen im Kopf haben, mögliche offene Fragen parat haben), regelmäßig arbeiten (einfacher gibts keine guten Noten!) und an allen Einführungsveranstaltungen teilnehmen, um direkt Leute kennenzulernen (macht vieles einfacher)

Und ganz wichtig: Bafög-Empfänger sollten sich unbedingt über das Darlehen der NRW.Bank für die Studiengebühren informieren. Wer nämlich eine bestimmte Menge Bafög-Schulden anhäuft, muss die Studiengebühren nicht an die Bank zurückzahlen!!


Hinzufügedatum: 2010-10-04 02:05:31    Hits: 1935


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Kommentare 

 
0 #1 Lia 2010-11-17 23:13
Sehr ausführlich, sehr gut dargestellt.
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