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Studiengänge

Informatik in Lübeck - Klein und fein


Nickname: rme
Bundesland: Schleswig-Holstein Stadt: Lübeck
Hochschule: Universität zu Lübeck
Bezeichnung des Studienganges: Informatik
Semester: 3
Abschluss: Bachelor
Allgemeine Bewertung des Studiums: Sehr gut
Allgemeine Bewertung der Hochschule: Sehr gut
Bewertung des Umfelds: Die Uni ist sehr klein, der Campus ist teilweise ins Krankenhaus integriert. Das hat den Vorteil, dass alle Gebäude schnell zu erreichen sind. Außerdem ist der persönliche Kontakt zu Professoren und Kommilitonen sehr ausgeprägt, da es in jedem Jahrgang weniger als 100 Studenten in der Informatik gibt.
Bewertung der Stadt: Lübeck ist eine sehr kulturelle und historische Stadt, die Studenten trotzdem Willkommen heißt und ihnen sogar ein Begrüßungsgeld zahlt. Die Universität liegt am Stadtrand und ist innerhalb von 15 Minuten mit dem Bus aus der Stadt gut zu erreichen. Natürlich gibt es auch mehrere Clubs, Discotheken und andere Orte zum Feiern.
Beschreibung: Das Studium ist forschungsorientiert. Deshalb liegt der Schwerpunkt der ersten Semester, wie in der Informatik üblich, auf den mathematischen Grundlagen. Ein Mathe-LK ist nicht erforderlich, es werden nur wenige Grundlagen der Schulmathematik benötigt, denn in den Vorlesungen wird Mathe gelehrt, nicht Rechnen. Das bedeutet, dass keine Aussage ohne Beweis notiert wird. Und weil das in der Schule normalerweise nicht der Fall war, wird sozusagen von vorne begonnen, allerdings in einer hohen Geschwindigkeit.

Das Besondere am Informatik-Studium in Lübeck sind die Anwendungsfächer. An anderen Unis kann man üblicherweise ein Nebenfach aus dem Gesamtangebot wählen, den Bezug zur Informatik muss man dann aber selbst herstellen. In Lübeck sind die Anwendungsfächer fest mit der Informatik verbunden, da es die Anwendungsfächer speziell nur für Informatik gibt. Alle haben einen Bezug zur Medizin, denn das ist der Schwerpunkt der Lübecker Universität. Zur Auswahl stehen:

* Bio-Informatik: Dort werden in den ersten Semestern die Naturwissenschaften wiederholt, d.h. der Schulstoff in Physik, Chemie und Biologie gefestigt. Danach kann man sich beispielsweise auf Bildregistrierung oder maschinelles Lernen spezialisieren.

* Robotik und Automation: Hier geht es um Roboter. In den ersten Semestern werden die Grundlagen der Robotik vermittelt, später werden die Kenntnisse der Elektronik vertieft. Spezialisieren kann man sich beispielsweise auf künstliche Intelligenz.

* Medizinische Informatik: Die medizinische Informatik stellt eine direkte Verbindung zwischen Informatik und Medizin dar. Es geht um die Entwicklung medizinischer Geräte, deshalb werden in den ersten Semestern die Grundlagen der Medizin und der medizinischen Signalverarbeitung gelerht. Sie Spezialisierung erfolgt im Master.

* Medien-Informatik: In den Medien-Informatik geht es um die Wechselwirkung zwischen Mensch und Maschine. Deshalb werden in den ersten Semestern psychologische Grundlagen gelehrt, es gibt aber auch ein Modul zur Medien-Technik. Achtung: Von diesem Fach haben viele eine falsche Vorstellung - es geht nicht um die Entwicklung von Webseiten, Spielen oder ähnliches, sondern darum, den Menschen die Arbeit mit Maschinen zu erleichtern.

Bei allen Zweigen handelt es sich um Anwendungsfächer, der Schwerpunkt des Studiums liegt auf der Informatik. Es gibt also einen Unterschied zwischen einem Studium der Bio-Informatik und einem Studium der Informatik mit dem Anwendungsfach Bio-Informatik. Wem Informatik allein viel zu trocken ist, wird hier nicht glücklich, denn die Anwendungsfächer machen nur eine kleine Lehrveranstaltung pro Semester aus - um theoretische Informatik kommt niemand herum.

Im Informatik-Master kann das Anwendungsfach weiter mitstudiert werden.

Tipp: Im ersten Semester ist der Stundenplan so ausgelegt, dass alle Anwendungsfächer parallel belegt werden können - die eigentliche Auswahl findet am Ende des 1. Semester statt. Das Auswählen bei der Immatrikulation dient nur der Abschätzung des Andrangs. Schaut euch also ruhig zwei oder gar alle Fächer an, wenn euch mehrere interessieren.

Nachteile in Lübeck:

* Die Verwaltung ist teilweise ein bisschen altmodisch, es gibt keine Online-Verwaltung für Studienleistungen etc., allerdings befindet sich so etwas gerade im Aufbau.


Fazit: Ich finde mein Studium super und würde mich wieder für diese Uni entscheiden. Bei guten Leistungen findet man auch sehr schnell einen Job und kann so schon in den ersten Semestern Kontakt zur Forschung bekommen, bei mir war das im 2. Semester der Fall.

Webseite: http://www.informatik.uni-luebeck.de

Relevante Schulfächer: Mathe-GK genügt. Wer sich vorbereiten möchte, kann sich vorher mit Java und Linux beschäftigen, dann hat man im 1. Semester mehr Zeit für die Mathe-Vorlesungen.
Dein Tipp für Anfänger: Bleibt vom Anfang an am Ball und lasst nichts schleifen. Besucht alle Vorlesungen und arbeitet ein bisschen nach, obwohl der Reiz groß ist, lieber alleine zu Hause zu lernen. Sucht euch schnell Lerngruppen. Vergesst den Spaß nicht :)
Hinzufügedatum: 2010-08-30 13:21:12    Hits: 1255


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