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Tipps zur Studienwahl

"Wer einen Beruf findet, der ihm Spaß macht, muss nie wieder arbeiten"

So schön könnte es sein. Man sucht sich einfach einen Job, der einem Spaß macht und hat praktisch 40 Stunden mehr Freizeit pro Woche.

Ganz so einfach fällt es den meisten natürlich nicht. Nach der Schule steht man erst einmal vor einer riesigen Auswahl an Studiengängen und verliert somit schnell den Überblick. Bisher musste man als Schüler nicht viele und weniger weitreichende Entscheidungen fällen, die den weiteren Berufsweg betreffent. Die Fächer in der Schule waren weitesgehend vorgegeben und wenn man sich einmal in einem Fach vertan hat, konnte man meistens noch ohne Probleme wechseln.

Die Studienwahl verlangt hier schon mehr Selbstkenntniss und Eigeninitiative. Wer sich in jungen Jahren für ein Berufsfeld entscheidet, muss damit leben können, dass er die nächsten 40-45 Jahre in diesem Arbeiten wird. Wem fällt so eine Entscheidung schon leicht? Niemandem!

Die wenigsten haben eine klare Vorstellung davon, was sie studieren wollen ohne nach kurzer Zeit wieder abzubrechen. Wer sich seiner Sache noch nicht so sicher ist, muss sich eben informieren und herausfinden, welcher Studiengang zu ihm passt. Dazu hilft es, einige Grundlegende Punkte durchzugehen.

 

Fähigkeiten und Interesse:

- Welche Fächer fielen mir schon immer leicht?

- Was interesssiert mich?

- Wofür kann ich mich begeistern?

Bei den Schulfächern kann man das anhand guter Noten ziemlich einfach erkennen, aber wie erkennt man, was einen wirklich interessiert?

Hier kann man sich folgendes überlegen. Ihr schlagt in einer Zeitung einen zwei Seiten langen,kleingedruckten Artikel zu einem bestimmten Thema auf. Überlegt euch jetzt, über welches Thema der Artikel gehen müsste, damit ihr ihn sofort lesen würdet? Kann euch ein Artikel zum Thema Architektur dazu bringen, euch durch den kleingedruckten Text zu quälen? Müsste es vielleicht eher um einen neuen Roman gehen? Für welches Thema ist euch sozusagen eure Freizeit nicht zu schade, um sich damit zu beschätftigen?

 

Berufswelt:

- Welcher Beruf übt eine gewisse Faszination auf mich aus?

- In welchem Beruf könnte ich mir vorstellen zu arbeiten?

- Vor welchem Beruf habe ich Achtung und Respekt?

Der Grund warum viele junge Leute ihr Studium abbrechen ist, dass sie nicht genug Motivation haben um sich durch ein trockenes und anstrengendes Studium zu quälen.

Die Motivation für einen Studenten, sollte in erster Linie darin liegen, dass er eine gewisse Vorstellung von seinem späteren Beruf vor Augen hat und sich durch nichts davon abbringen lässt. Nur so steht man auch das schwerste Studium durch.

Es ist also in vielen Fällen wichtiger, den Wunsch zu haben, irgendwann einmal Anwalt zu sein, anstatt den Wunsch zu haben, Jura zu studieren.

 

Späteres Leben allgemein:

- Wieviel Geld möchte ich verdienen?

- Stelle ich einen sicheren Arbeitsplatz vor meine Selbstverwirklichung?

- Will ich einen gewissen Stand in der Gesellschaft erreichen?

Solche Faktoren tragen ebenfalls zu der unter "Berufswelt" genannten Motivation bei. Mit einem klaren Ziel vor Augen studiert es sich praktisch wie von selbst. Wer sich allerdings täglich zum Lernen aufraffen muss, wird sehr schnell das Handtuch werfen. Fragt euch also, wie euer Leben in 10-20 Jahren aussehen soll und wie viel ihr bereit seid, für diese Vorstellung zu opfern.

 

Informieren:

- Was machen andere Menschen in meiner Umgebung?

- Wozu raten mir Leute, die mich gut kennen?

Viele junge Leute verbeissen sich in eine gewissen Illusion, z.B. der irgendwann einmal Arzt zu sein. Alle Gründe die eigentlich dagegen sprechen, so offensichtlich sie auch sein mögen, werden dann einfach ignoriert oder schön geredet.

Redet deswegen auch mit Leuten die euch gut kennen, und fragt sie, ob sie euch dieses Studium zutrauen. Außenstehende haben meist einen objektiveren Blick auf eure Fähigkeiten und können euch vielleicht Tipps geben.

Solltet ihr ungefähr Wissen was ihr machen wollt, solltet ihr euch natürlich auch bei Anderen informieren, die das gleiche machen und euch somit kompetentere Ratschläge geben können. Es ist sehr befriedigend, wenn man sieht, dass Andere die gleichen Zweifel/Probleme hatten wie ihr und ihr Studium trotzdem ohne große Probleme durchgezogen haben. Dazu könnt ihr mit Leuten reden die ihr kennt oder natürlich die Erfahrungsberichte aus unserer Seite lesen.

 

Wo Studieren?

- Möchte ich in der Nähe meiner Heimat bleiben oder ziehe ich weiter weg?

- Ist mir Uni oder Fh lieber?

Solltet ihr euch für ein Fach entschieden und somit den größten und schwersten Teil der Studienwahl gemeistert haben, stellt sie sich die Frage wo ihr studieren wollt.

Diese Fragen sind für jeden selbst vermutlich einfacher zu beantworten, als die Frage nach dem Fach selbst. Schaut euch einfach auf den Seiten der Unis um und macht euch ein Bild davon. In unseren Erfahrungsberichten haben wir ein extra Feld eingefügt, wo es rein um das Umfeld und die Stadt geht, diese Info solltet ihr mit in eure Entscheidung einfließen lassen.

 

Weiterführende, nützliche Links:

Borakel Uni Bochum

Studienwahltest Uni Hohenheim

Studienfeldspezifische SelfAssessments der RWTH Aachen

Informationsseite der Landes Hessen

 

Wenn ihr noch weitere Seiten kennt, die ihr für nützlich haltet, lasst uns diese einfach über das Kontaktformular zukommen.